Graz, Österreich
Radtour: Dolomiten - Triest · Jun 2026

Mein (fast) verfahrenes Radjahr 2025

06. December 2025 2 Min. Lesezeit
Mein (fast) verfahrenes Radjahr 2025

Wenn ich auf das Jahr 2025 zurückblicke und meine Statistik auf hier anschaue, zeigt sich ein klares Bild — und eines, das mich ins Grübeln bringt. Laut meinem Performance-Dashboard Anfang Dezember: 498 Kilometer, 2.391 Höhenmeter, verteilt auf 24 Touren. Und das bei einem Jahresziel von 2.000 km — also gerade mal 25 % geschafft.

Die nackten Zahlen

Die Touren bewegen sich meist im niedrigen zweistelligen Kilometerbereich. Einige Beispiele:

  • Eine längere Fahrt: 47,11 km mit 203 Höhenmetern
  • Zahlreiche Mini-Touren: 2–4 km, oft kaum tourenwürdig
  • Einige mittellange Fahrten rund um 18–22 km

Kurz gesagt: Selten längere Ausfahrten, häufig nur schnelle, kurze Fahrten im Alltag — Radfahren light.

Gedanken und Zweifel

Ich frage mich: Warum ist da so wenig zusammengekommen?

War es der Stress — die Projekte, die Reisen, insbesondere das Chaos rund um Nordamerika?
Oder doch Faulheit?
Oder irgendetwas dazwischen?

Vielleicht war der Kopf einfach nicht frei genug. Motivation ist nicht linear — und 2025 war vermutlich ein Taljahr.

Erkenntnisse & offene Fragen

  • Ein Ziel von 2.000 km klingt ambitioniert — aber ohne Routine bleibt es Theorie.
  • Die wenigen längeren Touren waren schön, aber viel zu selten.
  • Die Mini-Fahrten? Nett, aber nicht der Stoff, aus dem Sportjahre gemacht sind.
  • Vielleicht war das Ziel zu hoch — oder die Prioritäten lagen schlicht woanders.

Und jetzt kommt’s: 2026 wird nicht leichter 😅

Die ersten Pläne stehen nämlich bereits: Reisen. Gleich mehrere. Und genau diese werden wohl wieder für einige „Ausreden“ sorgen.

Zwischen Flügen, Projekten und allgemeinem Alltagschaos wird 2026 vermutlich erneut ein Jahr, in dem sich mein Fahrrad öfter denkt:

„Aha. Wieder nur Deko, sehr schön.“

Aber immerhin weiß ich es diesmal vorher. Vielleicht ist das sogar ein Vorteil: 2026 nicht als Trainingsjahr planen, sondern als „Ich fahr, wenn’s passt“-Jahr. Keine überzogenen Ziele, kein falscher Druck.

Ausblick

Vielleicht wird 2026 am Ende sogar besser, wenn die Erwartungen kleiner und die Touren spontaner sind. Oder ich entdecke unterwegs auf einer Reise die Lust am Radfahren wieder — das passiert ja erstaunlich oft, wenn man gerade weit weg ist.


Fazit:
2025 war ein Radjahr auf Sparflamme. Aber ein ehrliches.
2026 wird wahrscheinlich nicht leichter — aber vielleicht entspannter, realistischer und mit ein paar guten Ausreden. Und das ist vielleicht genau die richtige Mischung.