Es gibt ja diese kleinen Momente im Leben, in denen man merkt: „Okay, das hätte ich schon viel früher ausprobieren sollen.“
So geschehen heute – mit meiner ersten Fahrt mit der Westbahn von Graz nach Wien.
Kein Kampf um Sitzplätze (endlich!)
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber Zugfahren bedeutet für mich normalerweise:
- leicht erhöhter Puls beim Einsteigen
- der prüfende Blick: „Ist das wirklich mein Platz?“
- und im Worst Case: Diskussionen mit Menschen, die offensichtlich auch denken, dass Reservierungen eher als Vorschlag zu verstehen sind
Heute? Nichts davon.
Einsteigen, hinsetzen, fertig.
So unspektakulär angenehm, dass ich kurz irritiert war.
Gut. Voll ist der Zug zwar noch nicht gerade, aber das wird schon werden, wenn die Leute die Alternative zum vollen Railjet erkennen.
Fahrrad? Kein Problem.
Was mich wirklich überzeugt hat: die Rad-Mitnahme.
Kein awkwardes Reinheben, kein Tetris mit fremden Koffern, kein innerliches „Bitte lass das jetzt funktionieren“.
Die Abstellmöglichkeiten sind einfach… durchdacht.
So wie man es sich als Radfahrer eigentlich immer wünscht – aber selten bekommt.
Gefährlicher Gedanke: Das mach ich öfter.
Und genau da wurde es kritisch.
Denn während ich so entspannt Richtung Wien gerollt bin, kam mir dieser Gedanke:
Warum nicht öfter so unterwegs sein?
Osterferien stehen ja auch irgendwann vor der Tür… 👀
Kärnten ruft
Der Plan nimmt langsam Form an:
- Westbahn Richtung Kärnten
- irgendwo aussteigen
- aufs Rad springen
- und dann einfach los
Wörthersee umrunden klingt schon ziemlich gut.
Oder ich starte in Völkermarkt und radel direkt zu Doris.
(Was vermutlich die bessere Kombination aus Sport und Verpflegung ist.)
Fazit
Westbahn + Fahrrad = gefährlich gute Kombination.
Nicht wegen der Geschwindigkeit.
Nicht wegen des Komforts.
Sondern weil man plötzlich Ideen bekommt.
Und ich hab so ein Gefühl, dass das erst der Anfang war.