Es gibt Menschen, die packen entspannt für den Urlaub.
Die legen ein paar Shirts aufs Bett, falten sie ordentlich zusammen, packen Badehose, Zahnbürste und ein gutes Buch dazu, schließen den Koffer und denken sich: So. Fertig. Urlaub.
Und dann gibt es mich.
Wo ist die Badehose? Wo ist der Schnorchel? Brauche ich wirklich so viele Shirts? Welche Bücher nehme ich mit? Warum liegen hier überhaupt so viele Bücher? Und wie kann es sein, dass ich seit Monaten weiß, dass ich nach Lukovo fahre und trotzdem völlig überrascht davon bin, dass man dafür irgendwann einen Koffer packen muss?
Also herrscht gerade das übliche Chaos.
Koffer offen. Gewand überall. Schnorchel irgendwo dazwischen. Bücher in einer Menge, als würde ich nicht für eine Woche nach Kroatien fahren, sondern für drei Monate auf eine einsame Insel auswandern.
Und mittendrin ich, zunehmend genervt und mit der Hoffnung, dass sich der Koffer vielleicht von selbst packt, wenn ich ihn nur lange genug böse anschaue.
Tut er nicht.
Aber egal.
Denn morgen soll das Bild schon ganz anders aussehen.
Lukovo. Meer. Strandbar. Ein Drink in der Hand. Freunde rundherum. Gemeinsame Abendessen. Faul am Strand herumliegen. Schnorcheln. Lesen. Blöd schauen. Noch einmal ins Meer. Und vor allem:
sehr viel nix tun.
Ganz ohne Projekt wird es natürlich trotzdem nicht gehen. Wer mich kennt, hätte das vermutlich ohnehin nicht geglaubt.
Lukovo wird nämlich gleichzeitig ein kleines Testlabor für entdecken.tours. Die Stories wollen ausprobiert werden, Touren werden umgeschrieben, Ideen getestet und wahrscheinlich fallen mir vor Ort wieder Dinge ein, an die vorher selbstverständlich niemand gedacht hat.
Aber diesmal soll das die Nebenrolle spielen.
Die Hauptrolle gehört meinen Freunden, dem Meer, den gemeinsamen Abenden, dem Essen, dem Strand und diesem wunderbaren Gefühl, morgens aufzuwachen und eigentlich überhaupt nichts erledigen zu müssen.
Wenn zwischendurch eine Story getestet wird: gut.
Wenn eine Tour danach besser ist: noch besser.
Und wenn an einem Tag überhaupt nichts Produktives passiert, weil wir einfach nur am Strand liegen, ins Meer schauen und uns überlegen, wann wir eigentlich etwas essen gehen:
perfekt.
Jetzt muss ich nur noch irgendwie dieses Chaos in den Koffer bekommen.
Denn ab morgen ist eine ganze Woche Abschalten dran.
Oder zumindest meine Version davon:
Freunde. Meer. Essen. Strand. Ein bisschen entdecken.tours. Und sehr, sehr viel Nix. 😉