Eigentlich wollte ich mich ja nur ein bisschen inspirieren lassen.
Ein paar Ideen sammeln. Ein bisschen auf der Karte herumklicken. Vielleicht ein paar schöne Fotos anschauen.
Jetzt sitze ich hier und plane ernsthaft eine Radtour durch die Niederlande.
Und das, obwohl dort der höchste Berg ungefĂ€hr so hoch ist wie die BrĂŒcke ĂŒber die A9 bei Werndorf.
Warum ausgerechnet Holland?
Je mehr ich darĂŒber gelesen habe, desto mehr hat mich die Idee begeistert.
Nicht wegen spektakulÀrer AlpenpÀsse.
Nicht wegen tausender Höhenmeter.
Sondern genau deswegen.
Ein Land, das konsequent fĂŒr Radfahrer gebaut wurde.
Eigene Radwege. Eigene Ampeln. Eigene Kreisverkehre. FahrradparkhÀuser mit tausenden StellplÀtzen.
Dort bist du als Radfahrer nicht das Verkehrshindernis.
Du bist der Verkehr.
Der Plan
Start soll Ende Mai 2027 sein.
Mit dem direkten ICE von Graz nach Frankfurt und von dort weiter nach Utrecht. Nur einmal umsteigen - das klingt schon deutlich entspannter als alles, was ich zuerst im Kopf hatte.
Von Utrecht geht es dann gemĂŒtlich los.
- Utrecht
- Amsterdam
- Haarlem
- Egmond aan Zee
- Texel
- Alkmaar
- Edam
- zurĂŒck nach Utrecht
Dazwischen zwei Ruhetage.
Einer in Haarlem.
Einer auf Texel.
Genau so mag ich das mittlerweile lieber als jeden Tag möglichst viele Kilometer herunterzuspulen.
ZurĂŒck dann im Nightjet via Salzburg. Wieder nur einmal umsteigen - könnte funktionieren.
Texel steht jetzt fix auf der Wunschliste
Von Den Helder geht es mit der FĂ€hre auf die Insel.
Dort warten DĂŒnen, Leuchtturm, Nordsee, Wattenmeer und - soweit ich gelesen habe - ungefĂ€hr genauso viele Schafe wie Einwohner.
Ich sehe mich jetzt schon irgendwo am Meer sitzen und darĂŒber nachdenken, ob ich wirklich noch einmal zurĂŒck aufs Fahrrad steigen muss.
Warum schon jetzt planen?
Weil Vorfreude ein verdammt schönes Hobby ist.
AuĂerdem kann man frĂŒh Hotels buchen, Bahnverbindungen beobachten und ganz entspannt ĂŒberlegen, welche Orte man wirklich sehen möchte.
Und wer mich kennt, weiĂ ohnehin:
Bis Mai 2027 wird sich der Reiseplan vermutlich noch mindestens zwölfmal Àndern.
Aber eines steht inzwischen ziemlich fest.
Die Chancen stehen gut, dass ich nĂ€chstes Jahr zwischen Grachten, WindmĂŒhlen und DĂŒnen unterwegs bin.
Und ich bin mir ziemlich sicher:
Der höchste Punkt der gesamten Reise wird tatsĂ€chlich eine BrĂŒcke sein.
Ich kann damit leben. đ