Es ist passiert.
Eigentlich wollte ich nur kurz schauen. Wirklich. Nur ein bisschen stöbern, bisschen inspirieren lassen, vielleicht ein, zwei schöne Bilder anschauen und mir denken: „Ja, irgendwann…“
Tja.
Jetzt hab ich eine Radtour gebucht. Für Juni. Durch die Dolomiten. Bis runter nach Triest.
ESCALATION LEVEL: 100.
Wie es dazu kam
Du kennst das ja:
Ein Klick führt zum nächsten. „Oh, das schaut nett aus.“
„Ah, das ist ja gar nicht so weit.“
„Hmm, Höhenmeter… naja… geht schon…“
Und plötzlich sitzt du da und denkst dir:
👉 „Warte mal… hab ich gerade ernsthaft eine mehrtägige Radtour durch die Dolomiten gebucht?“
Antwort: Ja. Hab ich.
Was ich mir dabei gedacht habe
Also theoretisch ist das Ganze ja ein Traum:
- Start irgendwo in den Dolomiten 🏔️
- Traumhafte Pässe (die auf Fotos immer viel flacher aussehen als in echt)
- Runter Richtung Süden
- Und irgendwann: Meer. Triest. Aperol. Leben ist schön. 🍹
In meinem Kopf läuft das aktuell ungefähr so ab: Ich rolle locker durch die Berge, Sonne im Gesicht, perfekter Asphalt, leichter Rückenwind, am Ende ein Espresso mit Meerblick.
In der Realität wird es vermutlich eher:
Ich: „Warum… hab ich… das… gemacht…?“
Berg: „🙂“
Die ehrliche Einschätzung
Sagen wir’s mal so:
- Die Dolomiten sind nicht gerade bekannt für ihre flachen Passagen
- Mein Trainingszustand ist… nennen wir es „optimistisch ausbaufähig“
- Und ich neige dazu, bei schönen Landschaften stehen zu bleiben (aka: Ausreden zum Verschnaufen)
Aber hey – genau das macht’s ja aus, oder?
Worst-Case-Szenarien (realistisch)
Ich sehe da ein paar mögliche Szenarien:
- Ich komme komplett zerstört oben am Pass an und feiere mich wie ein Tour-de-France-Sieger
- Ich verfluche jede einzelne Entscheidung, die zu dieser Buchung geführt hat
- Ich verliebe mich komplett in die Strecke und will sofort wieder los
- Ich bestelle in Triest zwei Aperol, weil einer emotional nicht reicht
Best-Case?
Ich fahr durch eine der schönsten Regionen Europas, hab ein paar richtig gute Tage am Rad, sammle Geschichten (und wahrscheinlich auch ein paar Flüche) und rolle am Ende Richtung Meer.
Und ganz ehrlich: Genau dafür mach ich das.
Fazit
Was als harmloses „Ich schau nur mal“ begonnen hat, endet jetzt in einer ausgewachsenen Dolomiten-zu-Triest-Radtour im Juni.
Ich freu mich.
Ich hab Respekt.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das irgendwann im Anstieg bereuen werde.
Aber spätestens beim ersten Blick aufs Meer weiß ich wieder, warum ich auf „Buchen“ geklickt hab.
Bleibt spannend. 😄