WĂ€hrend ihr wahrscheinlich gerade gemĂŒtlich den Tannenbaum schmĂŒckt oder die letzte Ente in den Ofen schiebt, habe ich gestern mein ganz persönliches Fitnesstraining absolviert. Titel der Ăbung: âWie ĂŒberlebe ich einen Ă€gyptischen Roadtrip?â
03:00 Uhr: Der Feind namens Wecker
Wer mich kennt, weiĂ: Vor 9 Uhr morgens bin ich eigentlich kaum ansprechbar. Aber gestern war alles anders. Um kurz nach 3 klingelte der Wecker (ja, diese Uhrzeit existiert wirklich!), damit ich pĂŒnktlich um 4 Uhr in den Kleinbus stolpern konnte.
Die Rallye durch die WĂŒste
Es folgte eine fast fĂŒnfstĂŒndige Fahrt. Mit Warten auf die anderen Busse und einer "Kontrolle" bei einer Polizeistation (also rein fahren, Auto abstellen, warten, wieder raus fahren). Aber wisst ihr was? Unser Fahrer muss frĂŒher mal Formel-1-Pilot gewesen sein â oder er hatte einfach sehr groĂen Hunger auf FrĂŒhstĂŒck. Wir waren offiziell der schnellste Bus in dieser unendlichen Karawane aus Touristen-Shuttles. WĂ€hrend die anderen noch die Landschaft bewunderten, waren wir schon drei HĂŒgel weiter.
Trotz der Geschwindigkeit war der Bus ĂŒberraschend bequem, und ich konnte tatsĂ€chlich ein paar Minuten Schlaf abgreifen (auch wenn mein Kopf wahrscheinlich bei jedem Schlagloch rhythmisch gegen die Scheibe geditscht ist).
Steine, GrÀber und ein kleiner Racker
In Luxor angekommen, gab es das volle Programm:
Karnak-Tempel: Gigantisch.
Tal der Könige: Wir haben drei GrĂ€ber besichtigt und natĂŒrlich den âkleinen Rackerâ Tutanchamun besucht.
Hatschepsut-Tempel: Beeindruckend.
Ein kleiner Verbesserungsvorschlag an die Ă€gyptische Altertumsverwaltung: Leute, wie wĂ€re es mal mit einer Klimaanlage in den GrĂ€bern? Es ist ja schön, dass die Pharaonen es seit 3.000 Jahren gerne kuschelig warm haben, aber da unten ist es so stickig, dass man sich fast wie eine Instant-Mumie fĂŒhlt. đ€Ł
Ăberlebenstraining auf dem Nil
Mittags stand dann noch ein echtes Highlight an: Eine kleine Bootsfahrt auf dem Nil. Ich gebe zu, ein bisschen mulmig wurde mir schon, als ich den Namen unseres Kahns las: Titanic. Aber was soll ich sagen? Ich stehe hier, bin trocken geblieben und wir haben die Ăberfahrt trotz des eher zweifelhaften Omens heil ĂŒberstanden!
Frohe Weihnachten! đ
Da heute der 24. Dezember ist, sende ich euch ganz herzliche WeihnachtsgrĂŒĂe aus der Sonne. Statt GlĂŒhwein gibt es bei mir heute wohl eher zwei bis vier kalte Bier im Plastikbecher. GenieĂt die Feiertage, lasst euch reich beschenken und esst eine Portion Vanillekipferl fĂŒr mich mit!
Und ... noch 90 Minuten und ich kann schon wieder Einchecken. Mein Urlaub ist in 3 Tagen auch schon wieder vorbei.
Der Peugeot 504 am Foto
Zwar nicht unser klimatisierter Kleinbus, aber ich hab mehrere Peugeot 504 dort in freier Wildbahn gesehen. Produziert wurden sie zwischen 1968 und 1983 in Europa, in Afrika noch bis 2005. Ich hab Gemini gefragt, wann das Auto gebaut worden sein könnte und die Antwort bekommen, dass es wahrscheinlich zwischen 1980 und 2000 gebaut wurde. Tja, liebes Auto du bist ganz schön alt - und fĂ€hrst immer noch. đ
Impressionen