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Hamburg · Aug 2026

Über den Wolken… und unter dem Enteisungsspray: Mein Weg nach El Paso

11. January 2026 3 Min. Lesezeit
Über den Wolken… und unter dem Enteisungsspray: Mein Weg nach El Paso

Willkommen zu einer neuen Folge von „Warum tue ich mir das eigentlich an?“. Heute im Programm: Die Odyssee von Europa nach Texas. Spoiler: Es gab Champagner, Eisblöcke und eine verdammt gar nicht knappe Kiste in Houston.

Der frühe Vogel… hat meistens schlechte Laune

04:40 Uhr (CET). Mein Uber-Fahrer rollt vor. Ich stehe da mit meinen zwei Handgepäckstücken (Team „Ich-vertraue-keinen-Aufgabeschaltern“) und frage mich, ob das Universum eigentlich weiß, dass es um diese Zeit noch gar nicht existieren sollte.

Natürlich war ich – mal wieder – viel zu früh am Flughafen. Fast 40 Minuten starrte ich das Gate für den 06:05-Flug an, als würde es durch pure Willenskraft schneller öffnen. Die Belohnung? Das „1. Frühstück“ im ersten Flieger.

Frankfurt: Sprinten, Schlürfen, Stehenbleiben

Um 07:22 Uhr Punktlandung in Frankfurt. Mein Plan: Ein kurzer Boxenstopp in der Business Lounge für ein schnelles Getränk und dann weiter zum Abfluggate. Klingt entspannt, oder? War es auch – bis zum Boarding um 09:20 Uhr.

Wir saßen in der Maschine fest und durften das volle „Delay-Bingo“ genießen:

  1. Warten auf verspätetes Gepäck.
  2. Zuschauen, wie Gepäck wieder ausgeladen wird (immer ein beruhigendes Gefühl...).
  3. 30 Minuten Enteisen. Während das Flugzeug eine Wellness-Dusche gegen den Frost bekam, schaute ich sehnsüchtig auf die Uhr. Abflug: Kurz vor 11:00 Uhr.

Luxusprobleme in knapp 12.000 Metern Höhe

Endlich in der Luft gab es zur Feier des Tages ein Glas Champagner. Mein Fazit wie immer: Ich mag das Zeug einfach nicht. Zu viel Blubbern, zu viel Getue. Gib mir ein prickelndes Wasser und ich bin glücklich.

Apropos Wasser: Dieses Mal war ich diszipliniert! Um den obligatorischen Dehydrierungs-Kopfschmerz zu vermeiden, gab es neben dem (wirklich sehr guten) Essen ausreichend Flüssigkeit. Das Ergebnis? Ich habe erst mal fünf Stunden wie ein Stein geschlafen und den Rest der Zeit mit Filmen totgeschlagen. Fast schon erholsam.

Houston, wir hatten (fast) ein Problem

Ankunft in Houston: 15:05 Uhr – natürlich verspätet. Und dann das Endgegner-Level jedes USA-Reisenden: Die Immigration. Eine Stunde stand ich in der Schlange und sah meinen Anschlussflug nach El Paso innerlich schon ohne mich abheben. Aber: Das Glück ist mit den Tüchtigen (und denen, die ihre Flüge selbst optimieren und Business Travel mal wieder davon überzeugen, dass man intelligenter buchen würde). Hätte ich den Flug genommen, den Business Travel ursprünglich ausgesucht hatte, würde ich wahrscheinlich jetzt noch in Houston an der Bar sitzen und über das Leben philosophieren.

Dank fehlendem Terminalwechsel und ohne ordentlichem Sprintschritt schaffte ich es sogar noch mit ein wenig Erholungsphase zum Gate.

Endstation: El Paso

Um kurz vor sieben Uhr abends (Ortszeit) war es endlich so weit: Landung in El Paso.

Fazit: Ein wunderbar übersichtlicher Flughafen! Kein Labyrinth, kein Stress. Sogar die Abholstelle für Uber und Co. war so leicht zu finden, dass man es fast mit geschlossenen Augen geschafft hätte (was nach über 20 Stunden auf den Beinen fast der Fall war).

Jetzt heißt es: Business-Modus an. Aber erst mal… Schlaf. Viel Schlaf.