Gradisca d’Isonzo, Italien
Hamburg · Aug 2026

Thailand im Kopf. Sam Roi Yot vielleicht im Herzen.

21. February 2026 3 Min. Lesezeit
Thailand im Kopf. Sam Roi Yot vielleicht im Herzen.

Ich weiß nicht genau, wann es passiert ist.
Aber irgendwo zwischen Wintergrau, Rad-Rolle im Wohnzimmer und „nur noch ein Call“ habe ich plötzlich angefangen, über Thailand nachzudenken.

Nicht Phuket.
Nicht Party.
Nicht 400 Menschen am Strand.

Sondern: Sam Roi Yot.

Ein Ort, dessen Name klingt wie ein WLAN-Passwort, das ich mir nie merken kann –
und gleichzeitig wie genau das Gegenteil von Stress.


Der Plan (also… die Idee vom Plan)

Ich denke an:

  • 10 Tage
  • Happy Mind Resort by NJ
  • Radfahren
  • Faulenzen
  • Essen
  • Noch mehr Faulenzen
  • Und vielleicht wieder Radfahren

Sam Roi Yot liegt südlich von Hua Hin.
Flach. Ruhig. Kaum Verkehr.
Also quasi das Gegenteil von „Samstagvormittag in Graz“.


Business Class. Weil warum nicht.

Und jetzt kommt der gefährliche Teil:

Ich habe da ja noch Meilen.

Und wenn man ehrlich ist –
ein 11-Stunden-Flug in Economy klingt plötzlich weniger romantisch als eine Lie-Flat-Position mit Decke und diesem leicht dekadenten
„Möchten Sie noch ein Glas Champagner?“.

Die Rechnung im Kopf ging ungefähr so:

  • Flug mit Meilen → nur Steuern & Gebühren
  • Resort → erstaunlich leistbar
  • Essen → Thailand halt
  • Radfahren → quasi gratis Glück

Das Problem ist nicht das Budget.
Das Problem ist, dass ich jetzt schon innerlich am Strand sitze.


Radfahren in 30 Grad

Stell dir vor:

Früh raus.
Noch bevor es heiß wird.

40 km entlang der Küste.
Kaum Autos.
Salzige Luft.
Palmen.
Und irgendwo wartet danach ein Pool.

Und dann passiert das, was ich in Österreich nie schaffe:

Ich mach einfach nichts.

Keine To-Do-Liste.
Keine „nur noch schnell“.
Kein „eigentlich müsste ich noch“.

Nur:
Lesen.
Trinken.
In die Gegend schauen.


Nationalpark statt Netflix

Dort gibt es diesen Nationalpark mit diesen Kalksteinbergen,
die aussehen, als hätte jemand Photoshop in die Realität gezogen.

Höhlen. Mangroven. Strände, bei denen du dich fragst,
warum du eigentlich nicht schon längst dort bist.

Und ich merke gerade, wie gefährlich dieser Gedanke ist.


Brauche ich ein Auto?

Eigentlich nicht.

Das ist ja das Schöne.
Rad reicht.
Taxi reicht.
Langsam reicht.

Ein Auto wäre Luxus.
Aber vielleicht ist genau das der Punkt:
Ich will diesmal nicht effizient sein.
Ich will nicht optimieren.

Ich will einfach da sein.


Das eigentliche Problem

Das eigentliche Problem ist:

Sobald ich beginne, so etwas konkret durchzurechnen, wird es real.

Und sobald es real wird, buche ich.

Und sobald ich buche, sitze ich im Dezember im Flieger.

Und ganz ehrlich –
der Gedanke gefällt mir gerade sehr.


Vielleicht bleibt es eine Idee.
Vielleicht wird es ein Ticket.

Aber wenn ihr demnächst einen leicht übermotivierten Menschen seht,
der bei 32 Grad in Thailand Rad fährt und danach mit einem Grinsen im Pool liegt —

dann wisst ihr, was passiert ist.

🌴🚴‍♂️✈️