Es gibt Neuigkeiten. Offiziell. Schwarz auf Weiß. Mit Formularen. Ganz vielen Formularen.
Die Firmengründung ist abgeschlossen und der Fragebogen an das Finanzamt ist soeben abgeschickt worden. Das bedeutet: Ab jetzt darf ich offiziell Rechnungen schreiben, Steuern zahlen und mich mit Dingen beschäftigen, von denen mir früher jeder Erwachsene gesagt hat, dass sie "gar nicht so schlimm" sind. Ich beginne zu vermuten, dass sie gelogen haben.
Jetzt können jedenfalls die ersten Buchungen kommen.
Wobei ... eigentlich sind sie schon gekommen. Genau zwei Stück.
Zugegeben: Die habe ich selbst auf Viator gekauft. Rein wissenschaftlich natürlich. Irgendwer musste ja testen, ob der ganze Ablauf funktioniert. Qualitätsmanagement nennt man das.
Jetzt gibt's nur ein kleines Problem: Viator zahlt erst aus, wenn ein Mindestbetrag erreicht ist. Deshalb mein völlig uneigennütziger Aufruf:
Falls jemand spontan Lust hat, drei Touren zu kaufen – ihr würdet damit nicht nur Graz entdecken, sondern auch meinem Kontostand beim Erwachsenwerden helfen. 😄
Ansonsten läuft bereits der Countdown für den Sommerurlaub.
Noch ungefähr 32.782 Tage. Oder zumindest fühlt es sich so an.
Am 22. August geht's endlich nach Lukovo. Der Plan ist ambitioniert: möglichst wenig tun. Vielleicht kurz ins Meer hüpfen. Danach wieder nichts tun. Dazwischen den einen oder anderen Spritzer trinken und sämtliche E-Mails ignorieren, die mit "Kurze Frage..." beginnen.
Ich bin zuversichtlich, dass ich diesen straffen Zeitplan einhalten kann.
Vorher wartet allerdings noch ein kleiner dienstlicher Ausflug nach Hamburg.
Dort findet ein Workshop zum Thema Schweiz statt. Ja, in Hamburg. Logistik macht manchmal seltsame Dinge.
Für mich bedeutet das vor allem eines: Ich darf mich wieder mit dem guten alten europäischen Groupage-Geschäft beschäftigen. Ehrlich gesagt freue ich mich sogar darauf. Nach zwei Jahren Zusammenarbeit mit einem Team aus den USA fühlt sich das ungefähr so an, als würde man nach langer Zeit wieder in ein Auto steigen, bei dem das Lenkrad tatsächlich mit den Rädern verbunden ist.
Ich bin gespannt, was sich in den letzten Jahren alles verändert hat – und mindestens genauso gespannt, wie oft ich erklären muss, dass Österreich zwar Deutsch spricht, aber trotzdem nicht Deutschland ist.
Bis dahin heißt es: weiterarbeiten, BikeGraz vorantreiben, auf die ersten echten Buchungen warten und hoffen, dass Viator mein eigenes Geld irgendwann wieder freigibt.
Erwachsen sein ist schon ein Abenteuer.