Gradisca d’Isonzo, Italien
Hamburg · Aug 2026

Noch drei Mal schlafen bis ... Radtour

08. June 2026 3 Min. Lesezeit
Noch drei Mal schlafen bis ... Radtour

Manche Menschen freuen sich auf Weihnachten.

Ich freue mich aktuell auf Freitag.

Denn wenn alles nach Plan läuft, starte ich dann zu einer Radtour, auf die ich mich schon seit Monaten freue: Von Toblach (Dobbiaco) über Bled bis nach Triest. Ein paar Tage auf dem Rad, ein paar hundert Kilometer, jede Menge Landschaft und hoffentlich ausreichend Rückenwind.

Und danach? Geht's mit dem Railjet wieder retour nach Österreich. Zumindest lautet so der Plan. Wer schon einmal mit Fahrrad und Zug unterwegs war, weiß allerdings: Zwischen „Plan“ und „Realität“ können manchmal mehrere Bahnsteige, ein ausgefallener Waggon und ein leicht panischer Blick auf die Reservierung liegen.

Trotz der Vorfreude bin ich ehrlich gesagt auch ein wenig nervös.

Nicht wegen der Strecke. Nicht wegen der Höhenmeter. Sondern wegen des Trainings.

Irgendwie wollte das heuer nicht ganz so in meinen Kopf hinein wie ursprünglich geplant. Während andere strukturiert trainieren, Wattwerte analysieren und Trainingspläne abhaken, bestand mein Ansatz eher aus:

„Heute wäre eigentlich ein guter Tag zum Radfahren.“

gefolgt von

„Morgen wahrscheinlich auch noch.“

Beruhigt hat mich allerdings die Tour vom vergangenen Samstag. Da ging es vom Wörthersee bis nach Launsdorf, und ich habe mich überraschend gut gefühlt.

Wäre da nicht die Meisterfeier des örtlichen Fußballvereins gewesen.

Sagen wir so: Die Versorgungslage entlang der Strecke (hinter dem Tor) war ausgezeichnet. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Getränkestand vorbeizukommen, lag ungefähr bei 100 Prozent. Für die durchschnittliche Herzfrequenz war das vermutlich weniger optimal als für die Stimmung. Da war das Ergebnis 8:0 nur noch zweitrangig.

Trotzdem hat mir die Ausfahrt gezeigt, dass die Beine grundsätzlich noch wissen, wofür sie gebaut wurden.

Jetzt heißt es nur noch: Tasche packen, Wetter beobachten, Fahrrad kontrollieren und möglichst wenig darüber nachdenken, wie viele Kilometer eigentlich zwischen Toblach und Triest liegen.

Live dabei sein

Falls alles funktioniert, werde ich unterwegs meinen Standort teilen.

Während ich auf der Tour bin, findet ihr auf der Startseite von frassil.me einen Link zu meinem Wahoo Live Tracking. Dort könnt ihr mitverfolgen, wo ich gerade unterwegs bin, ob ich bereits in Slowenien angekommen bin oder ob ich irgendwo zwischen zwei Forst Bier-Stopps die Zeit vergessen habe.

Ich werde außerdem versuchen, unterwegs immer wieder kleine Updates zu posten.

Drückt mir die Daumen, dass das Wetter mitspielt, die Beine durchhalten und der Railjet am Ende genauso motiviert ist wie ich.

Triest, ich komme.