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Hamburg · Aug 2026

Mein Jahresrückblick – Von brennenden Autos, Eisblöcken und 100-Dollar-Problemen

02. January 2026 3 Min. Lesezeit
Mein Jahresrückblick – Von brennenden Autos, Eisblöcken und 100-Dollar-Problemen

Was für ein Jahr! Wenn man versucht, 365 Tage in einen Blogpost zu quetschen, merkt man erst mal, wie lückenhaft das Gedächtnis ohne die Fotomediathek wäre. Aber hey, dafür haben wir ja Smartphones. Schnallt euch an, hier kommt die Achterbahnfahrt durch mein Jahr:


Der Jetlag-Februar: St. Veit -> Weltweit

Alles begann am 2. Februar am Bahnhof in St. Veit an der Glan. Es war kurz vor 6 Uhr morgens – eine Zeit, zu der normalerweise nur Bäcker und Leute mit sehr schlechter Lebensplanung wach sind. Über Lissabon (kurz die Sonne gegrüßt) ging es nach Mississauga/Toronto.

Kanada empfing mich gewohnt herzlich, aber auch etwas feurig: Ein brennendes Auto mitten auf der Straße war definitiv nicht im Reiseführer gestanden. Ein heißer Empfang, sozusagen.

Direkt danach: Belgrad. Ein Team-Workshop in einer Stadt, die mich fasziniert hat. Es ist ein surrealer Kontrast, wenn man zwischen modernen Gebäuden plötzlich vor einem zerbombten Haus steht. Von den Protesten haben wir zum Glück kaum was mitbekommen – wir waren wohl zu sehr mit unseren Post-its beschäftigt.

März und das „Geldproblem“

Anfang März stand wieder ein Lufthansa-Jumbo in Frankfurt für mich bereit. Ziel: Wieder Mississauga. Und ich muss ehrlich sagen: Ich mag die Ecke einfach.

Highlights diesmal:

  • Ich habe einen 100 CAD-Schein auf der Straße gefunden. Klingt super? War es auch, bis ich versucht habe, ihn auszugeben. Anscheinend ist ein Hunderter dort so verdächtig wie ein Koffer voll Falschgeld.
  • Niagara Fälle: Zum dritten Mal dort, aber diesmal im „Ice Age“-Modus. Alles war vereist – wunderschön, aber verdammt kalt.
  • Sport & Food: Erst die Raptors angefeuert, dann im Taco N’Tequila versumpft und schließlich ein Wiener Schnitzel gegessen.

9 Monate Couch-Abenteuer (aka Home-Office)

Und dann? Dann war plötzlich Schluss mit der Jetset-Agenten-Nummer. Neun Monate Home-Office. Mein Radius schrumpfte von „Transatlantik“ auf „Küche-Schreibtisch-Badezimmer“.

Um nicht völlig zu verwurzeln, habe ich das Bike ausgepackt. Die Highlights auf zwei Rädern:

  • Radtouren nach Stübing und von Bruck zurück.
  • Bike-Urlaub am Ossiachersee.
  • Der Ritt nach Kranjska Gora: Wer liebt es nicht, wenn es 20 km lang „leicht“ bergauf geht? (Meine Waden sagen: Nein, sie liebten es nicht, aber die Strecke war grandios! Und wer 20 km bergauf fährt, darf 33 km bergab rollen).

Nebenbei gab es noch ein digitales Baby: Die neue Version von bikegraz.at ging an den Start. Schaut mal rein, falls ihr noch Ausreden sucht, warum ihr nicht Radfahren geht.


Bevor ich ihn vergesse, wie so einiges an diesem Tag: Der 1. Mai. Dinge, die man gerne lange und ausgiebig beschreiben würde, aber sich nicht an alles erinnern kann.


Das Finale: Troadkastn & Wüstensonne

Ein besonderer Moment war die Auszeit im Troadkastn. Alleine zwischen Hendl, Gänsen und Kühen, aber auch inklusive Geburtstagsfeuerwerk am St. Veiter Wiesenmarkt.

Zum Jahresabschluss wurde es dann noch mal richtig staubig und blau. Erst die Eröffnung der Koralmbahn und dann ab nach Hurghada. 10 Tage Sonne tanken, ein Besuch bei King Tut und Schnorcheln im Roten Meer. Wer hätte gedacht, dass ich das Jahr zwischen bunten Fischen beende, nachdem es am eiskalten Bahnhof in St. Veit begonnen hat?


Fazit: Ein Jahr voller Kontraste. Jetzt wird erst mal tief durchgeatmet (und am 10. geht es ohnehin nach El Paso).