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Hamburg · Aug 2026

Die Chroniken der Unendlichkeit: Zusammenarbeit oder spirituelle Erfahrung?

24. January 2026 2 Min. Lesezeit
Die Chroniken der Unendlichkeit: Zusammenarbeit oder spirituelle Erfahrung?

Man sagt ja, Zeit sei relativ. Aber seit ich mit unserem amerikanischen Tech-Team zusammenarbeite, weiß ich: Zeit ist kein physikalisches Konzept, sondern ein sehr dehnbarer Kaugummi, der im texanischen Wüstensand feststeckt.

Erinnert ihr euch noch an den Workshop in Laredo? Das war im November, glaub ich. Vielleicht sogar noch früher. Wir sind kurz darauf live gegangen. Die Welt hat sich weitergedreht, wir haben Silvester gefeiert, die ersten Vorsätze gebrochen und sind mittlerweile mitten im Jahr 2026 gelandet.

Gestern dachte ich mir in einem Anfall von Optimismus: „Frag doch mal nach den Notizen und Aufzeichnungen aus Laredo.“

Die Antwort? Ein Klassiker.

"They are not ready yet."

Leute, ich sage es euch wie es ist: Ich bin mir unsicher, ob die Notizen noch geschrieben werden, oder ob sie gerade in einem langwierigen Prozess aus dem Altgriechischen übersetzt und auf Pergament handgeklöppelt werden. „Not ready yet“ – nach über zwei Monaten! In der Zeit haben andere Zivilisationen ganze Imperien aufgebaut und wieder eingerissen.

El Paso – Die Fortsetzung des Schweigens

Letzte Woche waren wir dann in El Paso. Zum Glück durfte ich selbst hin.

Neuer Workshop, neues Glück. Und was soll ich sagen? Hätte ich nicht wie ein Besessener selbst mitgeschrieben, würde diese Woche wohl offiziell als „kollektives Schweigen in einem klimatisierten Raum“ in die Geschichte eingehen. Unterlagen? Fehlanzeige. Dokumentation? Ein Fremdwort, das im texanischen Slang anscheinend keine Entsprechung findet.

Ich frage mich ernsthaft: Ist das noch „Zusammenarbeit“ oder ist das eine Art Performance-Kunst, bei der es darum geht, wie lange man Informationen zurückhalten kann, ohne dass das System kollabiert?

Die große Preisfrage zum Schluss:

Ich stehe an einem moralischen Scheideweg und brauche eure Hilfe. Wir haben zwei Optionen:

Tabula Rasa: Wir feuern sie sofort und akzeptieren, dass die Notizen aus Laredo wohl zusammen mit dem Bernsteinzimmer verschollen bleiben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Wir warten noch, bis die Unterlagen eintreffen (voraussichtliches Datum: zur Rente oder wenn die Sonne zum roten Riesen wird) und schicken sie erst dann in die texanische Wüste.

Was meint ihr? Lieber ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne (schriftliches) Ende?