Es ist offiziell: Vom 12. bis 25. April verschlägt es mich nach Chicago. Zwar aus beruflichen Gründen – aber jeder weiß: Wenn man schon einmal in einer Stadt mit Wolkenkratzern, Deep-Dish-Pizza und verrücktem Wind landet, muss man das Wochenende auch sinnvoll nutzen.
Mein vermutliches Basislager wird irgendwo Nahe Flughafen und Firma in Bensenville sein. Das liegt etwa 30–35 km nordwestlich von Downtown Chicago – also nicht direkt mitten im Geschehen, aber auch nicht komplett in der Prärie.
Oder anders gesagt: Man braucht einen kleinen Plan, damit aus dem Wochenende keine Netflix-Session im Hotelzimmer wird.
Der Plan: Chicago im Wochenend-Modus
Da unter der Woche vermutlich Meetings dominieren, bleibt realistisch gesehen:
- Freitag Abend
- Samstag
- Sonntag
Das reicht aber locker für eine kleine Chicago-Expedition.
Freitagabend: Erstkontakt mit Downtown 🌆
Ziel: Riverwalk + Skyline
Nach der Arbeit: direkt Richtung Downtown.
Vom Hotel aus gibt es mehrere Optionen:
Option 1 – Uber/Lyft (wahrscheinlich am einfachsten)
- Fahrzeit: 35–50 Minuten
- Kosten: 40–70 USD
Option 2 – Metra Train (typisch amerikanisch)
- Uber zum Itasca Metra Station
- Metra Milwaukee District West Line
- Ausstieg Chicago Union Station
Fahrzeit gesamt: etwa 50–60 Minuten
Was ich dort tun werde
Ein perfekter Einstieg ist der Chicago Riverwalk:
- Skyline anschauen
- Jetskis und Boote beobachten
- und einfach ein bisschen das „Chicago-Gefühl“ aufsaugen.
Chicago wirkt nachts tatsächlich wie aus einem Film.
Abendessen Pflichtprogramm
Wenn ich schon da bin, muss ich sofort zwei Dinge klären:
🍕 Deep Dish Pizza


Pflichtadresse:
Lou Malnati’s
Warum?
Weil Chicago-Kenner sagen:
Wer hier keine Deep Dish Pizza gegessen hat, war eigentlich gar nicht in Chicago.
Warnung: Eine Pizza hier hat ungefähr das Gewicht einer kleinen Waschmaschine.
Samstag: Chicago maximal
Vormittag – Architektur vom Wasser aus 🚤
Das beste, was man in Chicago machen kann, sagen viele:
Architecture River Cruise
Warum?
Chicago ist quasi das Mekka der modernen Architektur.
Man fährt den Chicago River entlang und sieht:
- Willis Tower
- Tribune Tower
- Wrigley Building
- dutzende ikonische Wolkenkratzer
Dauer: etwa 90 Minuten Kosten: ca 45–55 USD
Und angeblich ist das sogar für Architektur-Ignoranten ziemlich beeindruckend.
Mittagessen – Der heilige Chicago Hotdog 🌭

Die zweite kulinarische Pflichtübung:
Portillo’s
Der Chicago Hotdog enthält:
- Würstel
- Gurke
- Tomaten
- Relish
- Senf
- Selleriesalz
- und KEIN Ketchup (sonst wirst du verhaftet)
Nachmittag – Millennium Park & The Bean
Danach:
Spaziergang durch den Millennium Park.
Highlights:
- Cloud Gate (aka The Bean)
- Blick auf die Skyline
- Grant Park
Und natürlich ein obligatorisches Foto.
Abend – Steak wie im Film 🥩


Chicago ist eine Steak-Stadt.
Legendäre Adresse:
Gibsons Bar & Steakhouse
Dort bekommt man:
- riesige Ribeye Steaks
- klassische amerikanische Steakhouse-Atmosphäre
- wahrscheinlich eine Portion, die für zwei Menschen reicht.
Sonntag: Skyline & Kultur
Willis Tower Skydeck
Das ist das berühmte Glas-Balkon-Ding.
Man steht auf einem Glaskasten 412 Meter über Chicago.
Perfekt für:
- Adrenalin
- und leichte Höhenangst.
Alternative (wenn das Wetter schlecht ist)
Das Art Institute of Chicago gehört zu den besten Museen der USA.
Dort hängen unter anderem:
- Monet
- Van Gogh
- Hopper
Rückfahrt ins Hotel
Am Sonntag:
- Uber zurück zum DoubleTree Wood Dale
- Fahrzeit wieder etwa 40 Minuten
Dann wahrscheinlich:
- Jetlag
- Food-Koma
- und der Versuch zu verstehen, warum Chicago so unterschätzt wird.
Die Kurzliste: Mein Chicago-Plan
Wenn ich nur ein Wochenende habe, dann:
Freitag
- Riverwalk
- Deep Dish Pizza
Samstag
- Architecture Boat Tour
- Chicago Hotdog
- Millennium Park
- Steakhouse Dinner
Sonntag
- Willis Tower Skydeck
- Museum oder Spaziergang
Fazit
Chicago hat:
- spektakuläre Architektur
- legendäres Essen
- eine Skyline, die New York Konkurrenz macht
Und ich habe:
- ungefähr 48 Stunden Zeit,
- einen sehr elastischen Magen
- und vermutlich einen Uber-Account mit Überstunden.
Ich bin gespannt, wie viel Chicago man wirklich in ein einziges Wochenende packen kann.
Fortsetzung folgt vermutlich mit einem Bericht namens:
„Wie ich versuchte, drei amerikanische Portionen zu essen und danach nicht mehr gehen konnte.“